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Integriertes Verkehrsentwicklungskonzept Usedom-Wollin

Voraussichtlich 2007 wird Polen dem Schengen-Abkommen beitreten. Dies verändert die Situation an den deutsch-polnischen Grenzen: Wegfall der Kontrollen, freier Personen- und Warenverkehr. Auch auf Usedom und Wollin wird diese neue Situation spürbar werden. Gleichzeitig wird mit der Fertigstellung der A20 und der Ortsumgehungen in Wolgast und Anklam die Erreichbarkeit der Region deutlich verbessert. Stärkerer Tages- und Kurzzeittourismus sowie die Anbindung von Swinemünde mit Industrie- und Fährhafen an das deutsche Fernstraßennetz können den Ziel- und Durchgangsverkehr auf den Inseln wesentlich erhöhen.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, in dieser Situation zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beizutragen, insbesondere zur Sicherung des Qualitätstourismus, indem die Erreichbarkeit der Region verbessert wird, ohne dass die Erholungsgebiete durch die negativen Auswirkungen von zunehmendem Verkehr belastet werden. Beiderseits der Grenze soll bei Einwohnern und Gästen ein Bewusstsein geschaffen werden für die komplexen Zusammenhänge zwischen Verkehr, Umwelt und Tourismus und damit zu einer Veränderung von Entscheidungen und Verhalten beigetragen werden.

Entwickelt wird ein Konzept zur optimalen Nutzung der vorhandenen und der geplanten Verkehrsinfrastruktur. Vorrang vor dem weiteren Ausbau der Infrastruktur haben deswegen intelligente und innovative Lösungen der Informationstechnik, Verkehrsleittechnik, Verkehrstelematik und des Mobilitätsmanagements. Dabei erstellt politikberatende Forschung die Entscheidungsgrundlagen für die unterschiedlichen politischen Ebenen in Form von Szenarien, Varianten und deren Bewertung. Die Entscheidungen über umzusetzende Strategien und Maßnahmen verbleiben bei den Akteuren aus Politik und Verwaltung.