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Maritime Wirtschaft

Containerhafen Hamburg - Link zu einer vergrößerten Bildansicht in einem neuen Browserfenster
Containerhafen Hamburg (Quelle: Bundesbildstelle)

Die Maritime Wirtschaft in Deutschland ist ein Wirtschaftszweig mit sehr positiven Zukunftsaussichten und hoher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit der übrigen Wirtschaft ist sie von zentralem Interesse für die Bundesrepublik. Außerdem wird der deutsche Außenhandel zu einem hohen Maße über See abgewickelt.

Mehr als 380.000 Arbeitskräfte sind in Deutschland in der maritimen Wirtschaft einschließlich der maritimen Dienstleister tätig. Der größte Sektor ist dabei der Gesamtbereich der Seeschifffahrt (mit ca. 60.000 Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als 31 Milliarden Euor in 2006). Der zweit- und drittgrößte Sektor sind die maritime Zulieferindustrie (ca. 72.000 Beschäftigte, ca. 10,5 Milliarden Euro Umsatz) und der Schiffbau (rund 23.000 Beschäftigte, circa 6,2 Milliarden Euro Umsatz).

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des maritimen Sektors beschränkt sich dabei nicht allein auf die Bereiche der Küstenregionen. Die Zulieferindustrie ist in allen Bundesländern, besonders aber in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen angesiedelt.

Wegen des für die Zukunft prognostizierten Anstiegs des Verkehrsaufkommens und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, See- und Wasserwege noch stärker in den Gütertransport einzubeziehen, bietet die maritime Wirtschaft attraktive Zukunftsperspektiven für Ausbildung und Beschäftigung. Hinzu kommt, dass der Wasserweg - im Vergleich zur Straße - als eine sehr umweltfreundliche Alternative gilt.

Durch eine weitere Intensivierung der Kooperation zwischen den einzelnen Gliedern des maritimen Clusters und ihre Verknüpfung zu einem Netzwerk sollen zukünftig Synergieeffekte noch stärker genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen maritimen Wirtschaft zu steigern.