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Innovationsoffensive Straßenbau
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Spitzenverbände der Deutschen Bauwirtschaft
Die Anforderungen an die Mobilität und damit an die Verkehrsinfrastruktur steigen ständig. Bereits heute trägt die Straße die Hauptlast des Güter- und Personenverkehrs. Alle Prognosen gehen von einer weiteren Zunahme des Straßenverkehrs aus. Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, müssen die Straßen leistungs- und zukunftsfähig gestaltet werden. Es gilt neue, innovative Wege im Straßenbau zu gehen und dabei alle Potenziale bautechnischer und unternehmerischer Art sowie des Verwaltungshandelns intensiv zu nutzen.
Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und die Deutsche Bauwirtschaft haben deshalb eine Innovationsoffensive Straßenbau gestartet. Gemeinsames Ziel ist ein stärkeres Engagement bei der Förderung neuer Konzepte und Technologien beim Bau und bei der Erhaltung von Straßen.
Innovationen, Neue Technologien
Deutschland braucht mehr Dynamik bei den Innovationen und bei der Umsetzung neuer Konzepte und Technologien für den Straßenbau. Ein besonderes Augenmerk muss angesichts der zu erwartenden Verkehrszunahme und -beanspruchung auf der Dauerhaftigkeit der Straßenkonstruktion liegen. Diese gilt es zu verbessern, um den Erhaltungsaufwand zu reduzieren. Weitere Schwerpunkte innovativen Straßenbaus sind die Verbesserung der Fahrbahnoberflächeneigenschaften zur Verminderung des Verkehrslärms und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien, Bauweisen und Bauverfahren gilt es in fairer Partnerschaft der Beteiligten - Bauwirtschaft wie Verwaltung - zu fördern.
Rahmenbedingungen
Die Rahmenbedingungen für neue Technologien, Bauweisen und Bauverfahren und deren Einsatz gilt es zu verbessern. Die gemeinsame Forschung sollte ausgebaut werden und explizit zur Förderung von Innovationen beitragen. Die bereits existierenden organisatorischen und vergaberechtlichen Möglichkeiten, die Praxistauglichkeit neuer Verfahren im Straßenbau nachzuweisen, gilt es verstärkt zu nutzen. Erprobungsstrecken sind hierfür besonders geeignet und sollten in größerem Umfang Anwendung finden. Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird darauf hinwirken, dass die Länder diese Möglichkeit im Bundesfernstraßenbau kreativer nutzen.
Neue Wege in der Zusammenarbeit
Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und die Spitzenverbände der Deutschen Bauwirtschaft sind sich einig, dass die Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit verbessert werden sollen (Bürokratieabbau, Deregulierung, Verfahrensbeschleunigung, Transparenz). Die Risikofreude bei Verwaltung und Bauwirtschaft gilt es zu fördern, Ermessensspielräume für innovatives Handeln zu nutzen. Internationale Erfahrungen mit neuen Technologien können hierfür die Grundlage sein. Ziel ist es, ein Klima für Innovationen zu schaffen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Verwaltung und Bauwirtschaft bildet hierfür die Voraussetzung, sie gilt es zu stärken.

