Quelle: Emma Strauss
Überall ultraschnell laden: Wir bauen das Deutschlandnetz für Elektroautos
Mit dem Deutschlandnetz schafft das Bundesministerium für Verkehr (BMV) an mehr als 1.000 Standorten zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektroautos. Die neuen Ladeparks mit zusammen 9.000 Ladepunkten für das ultraschnelle HPC-Laden bilden das Deutschlandnetz.
Das Deutschlandnetz ist eine Großinvestition in die Elektromobilität und verstärkt die bestehende Ladeinfrastruktur: Niemand muss Ladesäulen suchen. Sie sind flächendeckend vorhanden und schnell und ohne Umwege erreichbar. Die neuen Deutschlandnetz-Ladesäulen schließen die letzten weißen Flecken auf der Lade-Landkarte, damit immer mehr Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen problemlos auf batterieelektrische Fahrzeuge umsteigen können.
Alle Informationen zum Deutschlandnetz für E-Autos
Hunderte Standorte sind bereits in Betrieb. Ausführliche Informationen bietet eine eigene Internetseite zum Deutschlandnetz. Dort zeigt eine interaktive Standorte-Karte, wo genau die Ladesäulen entstehen oder bereits Strom liefern. Das Onlinemagazin auf der Deutschlandnetz-Seite gibt Einblicke in den Bau von Standorten und in den Alltag mit Elektroautos. Mit einer Kampagne informierte das BMV Millionen Menschen – und produzierte hierfür diesen Film:
Deutschlandnetz-Daten im Überblick:
- mehr als 1.000 neue Standorte für Schnellladestationen (HPC, high power charging)
- allein 200 Standorte auf unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen, also kleineren Plätzen, die in der Regel Parkfläche und Toiletten bieten
- abhängig von der Standortgröße können 4 bis 16 Autos gleichzeitig laden
- zusammen 9.000 Schnellladepunkte, die täglich rund um die Uhr geöffnet sind
- 200 Kilowatt (kW) garantierte Ladeleistung pro Auto, maximal 400 kW
- Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen
- die Standorte akzeptieren Kredit- und Debitkarten.
BMV finanziert, Unternehmen bauen Ladesäulen
Das Bundesverkehrsministerium finanziert das Deutschlandnetz mit rund 2,3 Milliarden Euro. Zuvor hat die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur der bundeseigenen NOW GmbH analysiert, wo genau noch Ladeparks fehlen. Elf private Unternehmen bauen die Ladeparks in den zuvor festgelegten Gebieten und betreiben sie im Auftrag des BMV.
Quelle: Jan Ladwig
Die Betreiber gestalten die Standorte nach festen Standards, aber mit eigenen Logos, Farben und Designelementen. Viele Standorte bieten Toiletten, Snacks und Getränke. An den Autobahn-Standorten und an den größeren Ladeparks in den Regionen schützen Dächer die Autofahrerinnen und Autofahrer vor Regen, Schnee und Sonne.
Technisch setzt das Deutschlandnetz auf einen einheitlichen Standard. Alle Standorte bieten den sogenannten CCS-Stecker. Das ist die europäische Norm für das Schnellladen. So kann jedes Fahrzeug – vom Kleinwagen bis zum Campingmobil – einfach Strom beziehen.
Quelle: Emma Strauss
Von Auftakt bis Ausbau: Was passierte im Projekt Deutschlandnetz?
- Mai 2021: Der Bundestag beschließt das Schnellladegesetz (SchnellLG). Damit übernimmt das Bundesverkehrsministerium die Aufgabe, für flächendeckende und bedarfsgerechte Schnellladeinfrastruktur zu sorgen.
- Oktober 2021: Das Ministerium veröffentlicht die Ausschreibung für rund 900 Standorte im ländlichen, suburbanen und urbanen Raum.
- Dezember 2021: Die Ausschreibung für rund 200 weitere Schnelllandestandorte an unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen startet. Standorte beider Ausschreibungen bilden zusammen das Deutschlandnetz.
- September 2023: Die erste Ausschreibung endet erfolgreich. Zehn Unternehmen werden die Standorte, die nicht direkt an der Autobahn liegen, bauen und betreiben.
- Dezember 2023: In Düren (NRW) eröffnet der Betreiber Fastned den ersten Deutschlandnetz-Standort.
- Februar 2024: Die Autobahn GmbH schließt ihre Ausschreibung ab. Vier Betreiber erhalten Zuschläge.
- November 2024: Am Rastplatz Depenauer Moor (Schleswig-Holstein) an der A21 eröffnet autostrom.plus den ersten Autobahn-Standort.
- Oktober 2025: In Bad Neustadt an der Saale (Bayern) ist der 100. Regionalstandort fertig, betrieben von BayWa Mobility Solutions.
- Januar 2026: In Gütersloh (NRW) geht der 200. Deutschlandnetz-Standort in Betrieb, Betreiber ist Allego.
Informieren Sie sich direkt beim Deutschlandnetz über die Fortschritte. Die Internetseite bietet unter anderem einen Ticker der neu eröffneten Standorte.