Alle aktuellen Inhalte Alle aktuellen Inhalte
Grafik: Förderaufruf gestartet

Quelle: BMV

Nachhaltige urbane Mobilitätspläne (SUMP) – Nationales Unterstützungsprogramm „nachhaltig.mobil.planen.“

Die von der Europäischen Kommission (KOM) entwickelten „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs) betrachten verkehrsträger- und verkehrsmittelübergreifend ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in funktionalen Räumen von Stadt und Umland. Mithilfe von SUMPs können sowohl Leitbilder für nachhaltige Mobilität als auch konkrete Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt werden. Wesentliches Merkmal der nachhaltigen urbanen Mobilitätspläne ist die Einbindung von Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt mit dem Nationalen Unterstützungsprogramm „nachhaltig.mobil.planen.“ deutsche Kommunen bei der Planung nachhaltiger urbaner Mobilität.

Bundesförderung – Neuer Förderaufruf gestartet!

Mit einem neuen Förderaufruf unterstützt das Bundesministerium für Verkehr Kommunen bei der Erstellung und Fortschreibung von nachhaltigen urbanen Mobilitätsplänen nach europäischem Vorbild für „Sustainable Urban Mobility Plans“, kurz SUMPs.

Am 13. April 2026 wurde hierfür ein Förderaufruf auf Basis der neuen Förderrichtlinie „Nachhaltige urbane Mobilitätspläne („nachhaltig.mobil.planen.)“ veröffentlicht. Neben der Erstellung und Fortschreibung dieser Mobilitätspläne sind auch prozessbegleitende Maßnahmen förderfähig. Für die Förderung stehen Mittel in Höhe von rund 14 Mio. Euro zur Verfügung.

Die vom Fachkreis „nachhaltig.mobil.planen.“ entwickelten nationale Kriterien für die Aufstellung von nachhaltigen urbanen Mobilitätsplänen werden für die Bewertung der Projektskizzen und Anträge heranzogen. Diese orientieren sich an den Anforderungen des Anhangs V der TEN-V-Verordnung.

Ab sofort können interessierte Kommunen bis zum 01. Juni 2026 Ihre Projektskizzen einreichen. In Ausnahmefällen und nach Abstimmung mit dem Fördermittelgeber können auch Projektskizzen mit Verspätung berücksichtigt werden.

Alle Informationen rund um den neuen Förderaufruf finden Sie hier.

Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt bereits seit 2023 Kommunen bei der Aufstellung und Fortschreibung eines nachhaltigen urbanen Mobilitätsplans (SUMP) sowie bei den Planungsprozess begleitende Maßnahmen wie Verkehrsmodelle oder Beteiligungsverfahren.

Der erste Förderaufruf für nachhaltige Mobilitätskonzepte wurde im September 2023 veröffentlicht und stieß auf großes Interesse. Insgesamt wurden 17 Vorhaben mit einem Volumen von rund 5,2 Mio. € gefördert. Daran anknüpfend wurde im Juni 2024 ein weiterer Förderaufruf für nachhaltige Mobilitätskonzepte veröffentlicht. Es wurden weitere 32 Vorhaben mit einem Volumen von rund 7,7 Mio. € bewilligt.

Eine Übersicht der insgesamt 49 Förderprojekte finden Sie  hier.

Nationale Kriterien für die Aufstellung von nachhaltigen urbanen Mobilitätsplänen (SUMPs)

Durch den Artikel 41 der Verordnung (EU) 2024/1679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 über Leitlinien der Union für den Aufbau des Transeuropäischen Verkehrsnetzes, zur Änderung der Verordnung (EU) 2021/1153 und (EU) Nr. 913/2010 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 1315/2013, auch TEN-V-Verordnung genannt, sind für die städtischen Knoten im Transeuropäischen Verkehrsnetz Mobilitätspläne nach europäischem Vorbild der „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs) zu erstellen, anzunehmen und zu überwachen. Im Anhang V der TEN-V Verordnung sind verpflichtende Anforderungen festgelegt, die bei der Aufstellung eines solchen Mobilitätsplans für städtische Knoten zu erfüllen sind.

Das Bundesministerium für Verkehr hat in Zusammenarbeit mit Ländervertretungen, dem Deutschem Städtetag sowie Vertretungen aus Praxis und Wissenschaft im Fachkreis „nachhaltig.mobil.planen.“ nationale Kriterien zur Aufstellung eines Mobilitätsplans nach Vorbild der SUMPs erstellt. Diese sind aus den Anforderungen der TEN-V-Verordnung abgeleitet und stellen dadurch sicher, dass die Mobilitätspläne der städtischen Knoten diese Anforderungen erfüllen. Sie können darüber hinaus von allen Kommunen bundesweit als Orientierung und zur Sicherung von Qualitätsstandards angewendet werden.

Die nationalen Kriterien sind in Form einer Checkliste strukturiert. Diese Checkliste soll den Kommunen eine Übersicht der Anforderungen geben, die im Planungsprozess zu berücksichtigen sind. Eine Übersicht der Kriterien finden Sie auf dem Informationsportal nachhaltig.mobil.planen sowie zum Download unter „Weiterführende Informationen“.

Das Informationsportal

Das Informationsportal ist ein Service des Ministeriums, um die Erstellung von SUMPs in den Kommunen zu fördern. Neben konkreten Abläufen und Handlungsempfehlungen finden Verkehrsplanende dort alle relevanten Informationen, um den SUMP in ihrer Kommune erfolgreich auf den Weg zu bringen.

Des Weiteren stehen relevante Veranstaltungshinweise sowie die Nachberichterstattung zur 6. NaKoMo-Jahreskonferenz „nachhaltig.mobil.planen. – Für lebenswerte und leistungsfähige Städte und Regionen“, die im Juni 2024 zum Auftakt des Unterstützungsprogramms im Ministerium in Berlin stattfand, bereit.

Forschungsprojekt Indikatoren nachhaltiger urbaner Mobilität (FuE-Projekt-Nr.: VB710012)

Ein kontinuierliches Monitoring ist bei der nachhaltigen Mobilitätsplanung unerlässlich. Zielerreichung- und Wirksamkeit der Maßnahmen müssen kontinuierlich überprüft werden.

Hierfür bedarf es messbarer Indikatoren. Für eine systematische Evaluation braucht es ein allgemeingültiges Indikatorensystem.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, ein für Kommunen handhabbares System zu entwickeln und folgend den Kommunen dieses in einer praxistauglichen Handreichung zur Verfügung zu stellen.

Das Projekt ist im November 2022 gestartet und wurde im Januar 2025 abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bestandserhebung und -analyse nachhaltiger urbaner Mobilitätspläne (SUMPs)

Ziel des Forschungsprojekts war es, einen Überblick über den Status quo der bereits erstellten Mobilitätspläne in den Großstädten Deutschlands auf Basis von Kriterien für SUMPs zu erhalten. Zudem sollte eruiert werden, wie bestehende Pläne ggf. ergänzt und weiterentwickelt werden könnten.

Dafür wurden im Zeitraum zwischen Oktober 2022 und Juni 2023 auf Basis öffentlich verfügbarer und zugänglicher Informationen bestehende Planwerke untersucht. Die Präsentation sowie den Abschlussbericht finden Sie untenstehend unter "Weiterführende Informationen".