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Nahaufnahme einer Fußgängerampel in Trier

Quelle: Active 2030Plus

Heiße Sommer stellen Städte vor neue Herausforderungen. Besonders Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, erleben hohe Temperaturen unmittelbar. Im Forschungsprojekt Active2030+ wird untersucht, wie sich Hitze auf den Fuß- und Radverkehr auswirkt und welche Maßnahmen helfen können, Mobilität auch bei hohen Temperaturen angenehm und sicher zu gestalten.

Klimaanpassung im Verkehr

Der Klimawandel verändert den Alltag in Städten. Längere Hitzeperioden und steigende Temperaturen können insbesondere für den Fuß- und Radverkehr eine Belastung darstellen. Fehlender Schatten, aufgeheizte Oberflächen oder wenig Begrünung beeinflussen, wie angenehm Wege im Sommer wahrgenommen werden.

Im Projekt Active2030+ untersucht die Universität Kassel gemeinsam mit der Stadt Trier, welche Lösungen den Fuß- und Radverkehr klimaresilienter machen können. Dafür werden in Trier Daten mit installierter Messtechnik erfasst und die Erfahrungen von Radfahrenden sowie Fußgängerinnen und Fußgängern aktiv in die Forschung einbezogen.

Die Untersuchung betrachtet unter anderem:

  • die klimatischen Bedingungen auf alltäglichen Wegen,
  • die Wahrnehmung von Hitze durch Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger,
  • den Einfluss von Maßnahmen wie Begrünung, Verschattung oder anderen klimatische Anpassungen.
Gruppenfoto: Mehrere Projektbeteiligte stehen in einer Straße, darunter eine Person auf einer Stehleiter.

Quelle: Angela Francke / Active 2030Plus

Forschung mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Beteiligung der Menschen vor Ort. Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger können ihre täglichen Wege aufzeichnen, Daten sammeln und ihre Erfahrungen über Fragebögen einbringen. Dadurch entsteht ein praxisnahes Bild davon, welche Maßnahmen im Alltag tatsächlich Wirkung zeigen.

Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Projekt aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans im Rahmen des Förderprogramms „nicht investive Modellvorhaben Radverkehr“, weil klimaresiliente Mobilität ein wichtiger Baustein für lebenswerte und zukunftsfähige Städte ist.

Sie sind regelmäßig in Trier zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs? Dann unterstützen Sie die Forschung und nehmen Sie an der Studie teil. Ihre Erfahrungen helfen dabei, den Fuß- und Radverkehr in Trier und darüber hinaus besser an zukünftige klimatische Herausforderungen anzupassen.