Quelle: TIME:CODE:MEDIA
Die Arbeiten am Ersatzneubau der Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm (A 100/A 115) liegen im Zeitplan. Von Freitag, 10. Juli, bis Montagmorgen, 13. Juli 2026, werden die vormontierten Überbauteile für das neue Brückenbauwerk in ihre endgültige Lage eingehoben. Damit wird erstmals deutlich sichtbar, wie die neue Brücke künftig den Verkehr auf der A 100 in Fahrtrichtung Nord über die Gleisanlagen führen wird. Interessierte können den Einhub live über die Baustellenwebcam der DEGES unter www.deges.de/ringbahnbruecke verfolgen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat sich heute vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten gemacht.
Quelle: TIME:CODE:MEDIA
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr:
Wir arbeiten am Comeback der Infrastruktur! Der Einhub der Überbauteile für die neue Ringbahnbrücke ist ein wichtiger Meilenstein für die Wiederherstellung der vollständigen Befahrbarkeit der A 100 und für die Erneuerung der Autobahninfrastruktur in Berlin. Dieses Projekt zeigt, worauf es in ganz Deutschland ankommt: Infrastruktur muss zukunftssicher gestaltet werden, und das schnell und effizient. Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz schafft der Bund die Voraussetzungen, um Verfahren zügiger durchführen zu können – ohne Abstriche beim Umwelt- und Naturschutz. Der Neubau der Ringbahnbrücke steht genau für diesen Anspruch: Tempo beim Bauen, Verantwortung für die Infrastruktur und Verlässlichkeit für die Verkehrsteilnehmer.
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes:
Die A 100 ist die zentrale Verkehrsader für die Hauptstadt und die gesamte Region – für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und für die Erreichbarkeit innerhalb der Stadt. Deshalb ist es entscheidend, dass wir hier schnell, verlässlich und mit höchster Präzision vorankommen. Die Projektpartner beim Bund, beim Land Berlin, beim Bezirk sowie die Unternehmen auf der Baustelle arbeiten dafür eng und vertrauensvoll zusammen. Und das mit Erfolg: Mit dem Einhub der Stahlüberbauten ist ein wichtiger Schritt getan, um die seit März 2025 bestehende Lücke im Autobahnnetz bis zum Sommer 2027 zu schließen.
Quelle: TIME:CODE:MEDIA
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin:
Das neue Berliner Tempo ist Realität: Schon ein Jahr nach dem Abriss der Ringbahnbrücke erfolgt jetzt der Einhub der Stahlüberbauten für die neue Ringbahnbrücke. Wir können in Berlin und Deutschland schneller, verlässlicher und moderner bauen, wenn wir alle das gleiche Ziel verfolgen und Verfahren beschleunigen oder Anreize für die Baufirmen schaffen. Mein Dank gilt den Berlinerinnen und Berlinern für ihre Geduld – und ich danke allen Partnern wie dem Bundesverkehrsministerium, der Autobahn GmbH des Bundes, der DEGES, dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und den Baufirmen, die dieses Großprojekt mit höchster Professionalität voranbringen.
Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES:
Der Baufortschritt an der neuen Ringbahnbrücke zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten eng abgestimmt, lösungsorientiert und mit hohem Einsatz zusammenarbeiten. Diesen Anspruch verfolgen wir in allen unseren Projekten – in Berlin ebenso wie in anderen Regionen. Zugleich ist das Erreichen dieses Meilensteins für uns ein großer Ansporn: Wir setzen weiterhin alles daran, den Streckenabschnitt so schnell wie möglich wieder für den Verkehr freigeben zu können. Denn die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer spüren die Auswirkungen der Sperrung jeden Tag. Hinzu kommen Belastungen durch die Bautätigkeiten für die Anwohnerinnen und Anwohner. Ihnen danken wir ausdrücklich für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Der Einhub der vormontierten Überbauteile trägt dazu bei, die Bauzeit für die neue Ringbahnbrücke so kurz wie möglich zu halten. Die Stahlteile wurden im Werk vorgefertigt, seit Mitte März per Schwerlasttransport auf die Baustelle geliefert und dort zu sechs Großbauteilen vormontiert.
Das schwerste Bauteil wiegt rund 320 Tonnen. Für den Einhub kommt ein spezieller Raupenkran mit einer Tragfähigkeit von 650 Tonnen zum Einsatz. Damit der Kran möglichst nah an die Einhubposition gelangt, fährt er auf einer eigens angelegten Spur aus tragfähigem Bongossi-Holz. Der Einhub erfolgt in rund fünf bis sechs Metern Höhe über den Gleisen. Für die Arbeiten wurden Sperrpausen im Bahnverkehr eingerichtet.
Die Stahlüberbauten bestehen aus wetterfestem Baustahl, kurz WT-Stahl. Dieser bildet an seiner Oberfläche eine dichte, rostfarbene Patina, die den Stahl dauerhaft vor Durchrosten schützt. Ein zusätzlicher Korrosionsschutz ist nicht erforderlich. Dadurch verringert sich der Aufwand für Arbeiten über den Gleisanlagen sowohl während des Baus als auch später im Betrieb.