Quelle: BMV
Fortschritt ist nur möglich, wenn wir voneinander lernen – insbesondere von Partnern wie Japan. Verkehrsminister Patrick Schnieder war bei seinem japanischen Amtskollegen Yasushi Kaneko, um sich über Schienenverkehr, alternative Antriebe, Infrastrukturplanung, -erhalt und vieles mehr auszutauschen. „Seit vielen, vielen Jahren verbindet unsere beiden Länder eine gute, verlässliche Zusammenarbeit auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. In einer Welt voller Herausforderungen und rasanter Veränderungen ist das besonders wichtig“, betont Schnieder.
Neben einem Treffen mit dem japanischen Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, Yasushi Kaneko, hat Patrick Schnieder die Universität in Tokio besucht und an einer Veranstaltung zum autonomen Verkehr teilgenommen.
Teil der deutschen Delegation war auch Staatssekretär Stefan Schnorr. Gemeinsam haben sie sich mit Vertretern der Deutsch-Japanischen Parlamentarischen Freundschaftsgruppe (DJPFG) getroffen. Denn mit Japan verbindet Deutschland eine ganz besondere und langjährige Freundschaft.
KI für sichere Straßen
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Beim Straßenbau und -erhalt hat Deutschland ähnliche Herausforderungen wie Japan: Fachkräftemangel, ausreichende Finanzierung und ein alterndes Straßennetz. Deswegen sind moderne Technologien wie Drohnen, KI und 3D-Modelle echte Hoffnungsträger. Beim Besuch des Technologie- und Ausbildungszentrums und der Kontrollzentrale von NEXCO East (Central Nippon Expressway Company Limited), einem der wichtigsten Betreiber von Schnellstraßen und mautpflichtigen Straßen in Japan, hat Patrick Schnieder spannende Einblicke gewonnen. Mit dabei war auch Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes.
Starke Schiene in Japan
Japans Schienenverkehrssystem genießt zu Recht einen hervorragenden Ruf. Die Schiene ist als sicherer und umweltfreundlicher Verkehrsträger auch in Deutschland von großer Bedeutung. „Deswegen investieren wir Rekordsummen in die Schieneninfrastruktur. Unser Schienennetz wird modernisiert, digitalisiert und saniert“, erklärte Patrick Schnieder beim Besuch der East Japan Railway Company (JR East). Neben einer Besichtigung des verkehrsreichsten Bahnhofs der Welt (Shinjuku) mit mehr als drei Millionen Reisenden täglich, fuhr Minister Schnieder auch mit dem Shinkansen.
Japan und Deutschland sind nicht nur flächenmäßig ähnlich. Beide Länder stellen sich die gleichen Fragen: Wie mit dem alternden Autobahnnetz umgehen? Was sind gute Finanzierungsmodelle für unsere Verkehrsinfrastruktur? Wie können neueste Technologien für einen effizienten Erhalt von wichtigen Bauwerken wie Brücken eingesetzt werden? Verkehrsminister Patrick Schnieder hat vor Ort interessante Einblicke und im Austausch mit den japanischen Kolleginnen und Kollegen Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten.