Quelle: ADFC-Fahrradklima-Test
Vom 1. September bis 30. November 2026 findet der ADFC-Fahrradklima-Test (FKT) zum zwölften Mal statt. Der FKT vereint drei Befragungen und macht so die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden aus der Perspektive von Erwachsenen, Jugendlichen und Kommunen sichtbar.
Datengrundlage für die Radverkehrsförderung
Beim letzten Durchgang haben über 200.000 Menschen aus mehr als 1.000 Orten teilgenommen. Die erhobenen Daten helfen Verkehrsplanern und politischen Entscheidungsträgern vor Ort, Stärken und Schwächen der lokalen Radinfrastruktur zu identifizieren, Vergleiche zwischen Orten und über Zeiträume hinweg zu ziehen und Maßnahmen zur Radverkehrsförderung abzuleiten.
Drei Befragungen, drei Perspektiven
Alle Bürgerinnen und Bürger können beim FKT die alltägliche Fahrradinfrastruktur ihres Ortes bewerten. Gefragt wird unter anderem, wie viel schon fürs Radfahren getan wird, ob Radwege in gutem Zustand sind, wie sicher man sich auf dem Fahrrad fühlt und ob Fahrradfahren Spaß macht oder Stress ist. Mit den drei aufeinander abgestimmten Befragungen wird die Fahrradfreundlichkeit vor Ort aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar gemacht.
Erstmals werden durch den „FKT Jugendliche“ gezielt 10- bis 20-Jährige zu ihren Radfahrgewohnheiten sowie ihrem Blick aufs Radfahren befragt. Anders als beim bisherigen FKT werden hier auch gezielt Nicht-Radfahrende befragt.
Der „FKT Kommunen“ richtet sich an die Verwaltungen selbst, die hier ihre Anstrengungen zur Radverkehrsförderung dokumentieren können: von Mobilitätskonzepten über eingesetzte Mittel bis hin zu konkreten Maßnahmen. Der diesjährige Schwerpunkt „Mobilität von Kindern & Jugendlichen“ schlägt einen inhaltlichen Bogen zwischen allen drei Befragungen.
Beteiligung entscheidet über Aussagekraft
Bereits ab 30 Teilnahmen wird ein Ort mit einem ersten Ergebnis sichtbar. Für die umfassende Auswertung und die Aufnahme in die Gesamtergebnisse sind je nach Ortsgröße jedoch 50, 75 oder 100 Teilnahmen erforderlich.
Grundsätzlich gilt also: Je mehr Menschen teilnehmen, desto belastbarer ist die Datenlage und desto stärker der politische Handlungsauftrag für die Kommunen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 veröffentlicht.