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Die Dekarbonisierung der Binnen- und Seeschifffahrt ist ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele der Bundesregierung. Vor dem Hintergrund der angestrebten nachhaltigen und signifikanten Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor kommt der maritimen Energiewende eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) zur Einreichung von Konzepten für die Umsetzung eines Modellprojekts zum Bau und zur Inbetriebnahme einer Fähre mit einem Antrieb auf Basis einer Methanol-Brennstoffzelle auf der Weser soll ein wichtiger Impuls für die technologische Weiterentwicklung im Fährverkehr gesetzt werden.

Ziel des Modellprojekts ist es, die technische und betriebliche Machbarkeit von Methanol-Brennstoffzellensystemen im realen wirtschaftlichen Dauerbetrieb zu demonstrieren. Damit soll ein Referenzvorhaben für die zukünftige Modernisierung der deutschen Fährflotte geschaffen und zugleich die technologische Diversifizierung der Energieträger in der maritimen Wirtschaft vorangetrieben werden. Adressiert werden dabei insbesondere die Herausforderungen, die aktuell einer breiten Markteinführung klimafreundlicher Antriebstechnologien entgegenstehen, etwa hohe Investitionskosten sowie eine unzureichende Verfügbarkeit alternativer Kraftstoffe, deren Angebot sich angesichts der bislang geringen Nachfrage nur zögerlich entwickelt. Gleichzeitig soll die deutsche und europäische Technologieführerschaft im Bereich innovativer maritimer Antriebssysteme gesichert und weiter ausgebaut werden.

Der Bundestag hat im Bundeshaushalt 2026 Mittel für die Umsetzung des Modellprojekts bereitgestellt. Auf dieser Grundlage wurde am 18. September 2026 der Förderaufruf veröffentlicht. Für das Vorhaben stehen insgesamt 35 Mio. Euro bis zum Jahr 2030 zur Verfügung.

Die Konzeptunterlagen sind im Zeitraum vom 21. September bis zum 30. Oktober 2026 elektronisch über das Antragsportal easy-online beim Projektträger (TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH) einzureichen.

Die Konzeptunterlagen werden bereitgestellt unter folgender Internetadresse: www.namkue.de. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Förderaufruf.

Bei Fragen kann der beauftragte Projektträger TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH über namkue@de.tuv.com oder telefonisch unter +49 30 756874 246 kontaktiert werden.