Quelle: WSV
Gemeinsam durch die Niedrigwasser-Phase! Mit dem Anstieg der Wasserstände in den vergangenen Tagen konnte insbesondere am Rhein der historisch niedrige Bereich verlassen werden. Eine nachhaltige Entspannung ist jedoch noch nicht in Sicht. Das Niedrigwasser an den freifließenden Wasserstraßen stellt die Binnenschifffahrt sowie Industrie und Logistik weiterhin vor große Herausforderungen.
Seit dem Extremniedrigwasser 2018 ist bereits viel passiert und durch die umgesetzten Maßnahmen des vom BMV zusammen mit Industrie und Schifffahrtsgewerbe aufgestellten Aktionsplans „Niedrigwasser Rhein“ ist heute eine bessere Vorbereitung gegeben.
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Im Kontext der aktuellen Niedrigwasserlage sorgen wir gemeinsam mit den Bundesländern mit pragmatischen Maßnahmen weiterhin für stabile Lieferketten und Produktionsprozesse. Als Follow-up zum Spitzengespräch Niedrigwasser am 06.08.2026 finden derzeit verkehrsträgerübergreifende Koordinierungsrunden unter Leitung von Staatssekretärin Dr. Claudia Elif statt. Im Mittelpunkt der Abstimmungen stehen dabei die getroffenen Ad-hoc-Maßnahmen, insbesondere die Kapazitätserweiterung auf der Schiene, das Baustellenmanagement auf Straße, Schiene und Wasserstraße sowie die Entwicklung der Verkehrslage.
Aber wir blicken auch weiter nach vorn und wollen Deutschland langfristig noch besser gegen Extremniedrigwasser wappnen.
Denn klar ist: Die Wasserstraße ist und bleibt ein wichtiger Verkehrsträger, weil sie klimafreundlich ist und über freie Kapazitäten verfügt. „Wir müssen weiter in unsere Wasserstraßen investieren und die Infrastruktur konsequent an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen“, betont Verkehrsminister Steffen Bilger.
Eine zentrale Rolle für die langfristige Zuverlässigkeit spielt die infrastrukturelle Verbesserung der Befahrbarkeit wichtiger Wasserstraßen. Dabei berücksichtigen wir ökologische und wasserwirtschaftliche Aspekte. Am Mittelrhein zwischen Mainz und St. Goar treiben wir die Engpassbeseitigung mit hoher Priorität voran. Das Projekt macht kontinuierlich Fortschritte; wichtige Projektphasen wurden bereits abgeschlossen. Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz steht das Vorhaben zudem im überragenden öffentlichen Interesse - hierdurch entstehen weitere Potentiale für eine zügige Umsetzung.
Wichtig dabei: Es geht nicht um eine großflächige Ausbaggerung oder Vertiefung des Rheins. Vielmehr verbessern wir die Befahrbarkeit insbesondere durch Sohlanpassungen und wasserspiegelstützende Maßnahmen gezielt an den lokalen Tiefenengstellen.
Beim Ausbau der Donau geht es ebenfalls voran. Der verkehrliche Ausbau erfolgt gemeinsam mit Maßnahmen für den Hochwasserschutz. Ein erster Bauabschnitt ist bereits fertiggestellt, ein weiterer in Umsetzung.
Auch den Umbau zu niedrigwasseroptimierten Binnenschiffen wollen wir weiter vorantreiben. Das BMV bereitet hierfür die Verlängerung einer Förderrichtlinie vor. „Wir müssen unsere Wasserstraßen leistungsfähiger und gleichzeitig die Schiffe fit für Zeiten mit wenig Wasser machen“, so Bilger.