Quelle: Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) und Verbundpartner
Problemstellung
Derzeit existiert kein referenzierbarer, konsistenter und routingfähiger Datensatz eines modalitätsübergreifenden Verkehrsnetzes. Die verfügbaren Daten sind formatbedingt weitgehend inkompatibel und bilden Umschlagpunkte innerhalb und zwischen den Verkehrsträgern nicht vollständig ab. Das erschwert eine Gesamtsicht auf das Netz; effiziente, modalitätsübergreifende Analysen und Anwendungen – etwa für das Routing von Großraum- und Schwertransporten – sind nur eingeschränkt möglich.
Projektziel
MMVNet schafft eine einheitliche Datengrundlage für ein multimodales Verkehrsnetz. Dazu werden die Datenmodelle von Straße, Schiene und Wasserstraße in einem gemeinsamen, referenzierbaren Modell zusammengeführt. So lassen sich neue Datenquellen integrieren und fehlende Attribute ergänzen. Ergebnis ist das erste öffentlich verfügbare multimodale Verkehrsnetz für ganz Deutschland als Basis für intermodales Routing im Güter- und Personenverkehr.
Durchführung
Die Datenbestände von Straße, Wasserstraße und Schiene werden systematisch um fehlende Objekte und Attribute ergänzt und in einem integrierten Modell zusammengeführt. Umschlagpunkte werden konsistent abgebildet. Daten aus Quellen wie Mauterhebungen und Fernerkundung dienen einer (teil-)automatisierten Qualitätskontrolle. Dieser qualifizierte Datensatz bildet die Grundlage für die prototypische Entwicklung erster Anwendungen.
| Verbundkoordinator | Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt), Bergisch Gladbach FKZ: 01F2292A |
Projektvolumen (zum Bewilligungszeitpunkt) | 3.083.003,91 € (davon 84,9 % Förderung durch das BMV) |
Projektlaufzeit (zum Bewilligungszeitpunkt) | 02/2026 – 01/2029 |
| Projektpartner |
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| Ansprechpartner | Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen Dr.-Ing. Johannes Hiller Tel.: +49 2204 43-1414 E-Mail: hiller@bast.de |