Quelle: IFS RWTH Aachen University
Problemstellung
Im ländlichen Raum sind zahlreiche Bahnnebenstrecken stillgelegt, da ein wirtschaftlicher Betrieb bislang nicht realisierbar ist. Kompakte, flexible und fahrerlose Schienenfahrzeuge sollen diese Situation ändern: Ziel ist eine wirtschaftliche Nutzung der Nebenstrecken und damit ein attraktiverer Schienenverkehr im ländlichen Raum.
Ein sicherer, fahrerloser Betrieb in offenen Umgebungen erfordert jedoch ein technisches System, das Gefahrensituationen im Gleisbereich zuverlässig erkennt und geeignete Gegenmaßnahmen wie eine Bremsung einleitet. Hier setzte das Projekt RailAIxs an: Es untersuchte die sichere automatische Umfelderfassung am Fahrzeug und zeigte mögliche Wege zur Zulassung und Markteinführung entsprechender Systeme auf.
Ergebnisse und Wirkungen
Im Projektverlauf wurde eine Architektur zur fahrzeugbasierten Umfelderkennung an einem Dieseltriebwagen erfolgreich umgesetzt und getestet. Hierfür wurden zunächst Anforderungen spezifiziert, eine Systemarchitektur entwickelt und anschließend Hardware- und Softwarekomponenten in das Bestandsfahrzeug integriert. Darauf aufbauend erfolgten unter variierenden Strecken- und Wetterbedingungen umfangreiche Test- und Validierungsfahrten.
Die große Vielfalt potenzieller Betriebssituationen erfordert einen Nachweisansatz, der digitale und experimentelle Methoden kombiniert. Das Projekt hat gezeigt, dass der Einsatz digitaler Zwillinge und moderner Entwicklungswerkzeuge den iterativen Entwicklungs- und Validierungsprozess maßgeblich unterstützen und vereinfachen kann.
RailAIxs hat damit eine Grundlage für zukünftige Zulassungsprozesse von Systemen zur automatisierten Umfelderkennung geschaffen. Die Projektergebnisse können einen Beitrag dazu leisten, den Schienenverkehr auf Nebenstrecken attraktiver und wirtschaftlich tragfähiger zu machen.
| Verbundkoordinator | RWTH Aachen University: Institut für Schienenfahrzeuge und Transportsysteme (IFS)
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| Projektvolumen | 3.201.600 €, davon 76,66 % Förderung durch BMV |
| Projektlaufzeit | 08/2022 – 12/2025 |
| Projektpartner | Fachhochschule Aachen, Aachen
Qinum GmbH, Köln
HÖRMANN Vehicle Engineering GmbH, Chemnitz
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| Ansprechpartner | Institut für Schienenfahrzeuge und Transportsysteme (IFS) der RWTH Aachen University Fabian Hampel |