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Abstrakte polygonale 3D-Illustration: Ein moderner Zug durchfährt einen Bahnhof oder hält dort. Gegenüber befindet sich ein Bahnsteig.

Quelle: Adobe Stock / AntonKhrupinArt

Heute Mittag fand der erste Runde Tisch zur Digitalisierung der Schiene unter Leitung von Staatssekretär Stefan Schnorr statt. Damit wird der in der Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene vorgesehene Dialogprozess mit den wichtigsten Unternehmen und Branchenvertretern fortgesetzt. Ziel ist es, die Digitalisierung der Schiene voranzubringen und für alle Beteiligten Planungssicherheit zu schaffen.

Bei dem Treffen hat die DB InfraGO AG ihre Überlegungen zur Netz-Ausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS vorgestellt. Auf Basis dessen werden die Sektorvertreter gemeinsam mit dem Bund bis Ende dieses Jahres beraten, wie die bundeseigene Schieneninfrastruktur insgesamt digitalisiert werden kann. Der Bund wird anschließend seine Digitalisierungsstrategie für die Schiene konkretisieren und die Umsetzung mit der DB InfraGO AG in der neuen Leistungsvereinbarung LV InfraGO vertraglich absichern.

Der Bund hat mit der Novelle des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für eine schnelle Digitalisierung der Schiene geschaffen. Rund 13 Milliarden Euro stellt der Bund bis zum Jahr 2032 für die Umrüstung von Bestandsfahrzeugen und der Infrastruktur zur Verfügung. Eine schnelle und flächendeckende Digitalisierung des Schienennetzes leistet nicht nur einen Beitrag für ein einheitliches und interoperables europäisches Eisenbahnnetz, sondern erhöht durch den Verzicht auf konventionelle Signale auch die Resilienz und Effizienz des Netzbetriebs deutlich. Dies beweisen seit mehr als zehn Jahren die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Halle/Leipzig, Erfurt und Nürnberg. Der dort bewährte Standard ETCS Level 2 ohne Signale soll nun nach und nach im gesamten Schienennetz zum Einsatz kommen.

Bei dem heutigen ersten Runden Tisch zur Digitalisierung der Schiene gab es das klare gemeinsame Verständnis von allen Beteiligten, mehr Tempo bei der Digitalisierung zu machen und die Planungsverlässlichkeit zu verbessern. Die Koordinierungsstelle soll bis Frühjahr 2026 ein Umsetzungsmodell vorlegen und bis Ende 2026 voll arbeitsfähig sein. Die Förderrichtlinie für die bundesweite Förderung von Bestandsfahrzeugen wird das BMV noch im Frühjahr veröffentlichen.

Die nächste Sitzung des Runden Tisches erfolgt noch vor der Sommerpause.