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Kabinettssitzung am 10. Februar 2026

Quelle: bayern.de / Bayerische Staatskanzlei

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) investiert weiter in die Wasserstofftechnologie und unterstützt den Aufbau dezentraler Innovations- und Technologiezentren Wasserstoff (ITZ-H2). Bundesminister Patrick Schnieder übergab heute am Rande seines Besuchs des Kabinetts der Bayerischen Staatsregierung in München Förderbescheide in Höhe von 54 Millionen Euro an Vertreter des Standortes in Pfeffenhausen. Damit soll eine Laborumgebung mit einer Wasserstoffinfrastruktur aufgebaut werden, die über einen Wasserstoffverflüssiger sowie Test- und Prüfstände verfügt.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder:

Deutschland nimmt bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine internationale Spitzenposition ein. Damit diese Schlüsseltechnologie ihren Weg aus der Forschung in die breite Anwendung findet, braucht es mutigen Unternehmergeist und leistungsfähige Innovationsräume. Genau das leistet das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff in Pfeffenhausen im Freistaat Bayern. Deshalb unterstützen wir den Aufbau des Zentrums mit einer Anschubfinanzierung von 54 Millionen Euro. Hier entsteht eine zentrale Innovationsplattform für Wasserstofftechnologien, die die Antriebswende im Verkehr entscheidend voranbringen und zugleich nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland sichern wird.

Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident:

Das ist ein starkes Zeichen für die Mobilität der Zukunft. Das Projekt stärkt unsere Strategie zum Ausbau von Heimatenergien und zur Forschung an Zukunftstechnologien wie Wasserstoff. Bayern ist in Deutschland führend beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wir geben ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und zur Transformation ab. Es ist ein starkes Signal für ganz Niederbayern, dass der Bund das unterstützt.

Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie:

Mit der Umsetzung des WTAZ wird ein weiterer Meilenstein zur Implementierung von Wasserstoff in der Mobilität erreicht. Durch die Anschubfinanzierung des Bundes sowie den Zuwendungen des Freistaats können am Standort in Pfeffenhausen sowohl die Grundinfrastruktur als auch die entsprechenden Test-, Prüf- und Zertifizierungseinrichtungen für Komponenten im Bereich Tank, Betankung und Antrieb errichtet werden. Davon profitieren besonders kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups und die Zulieferindustrie bei der Transformation hin zur Mobilität mit grünem Wasserstoff. Zudem steht ein starker Forschungsverbund bestehend aus den drei Hochschulen Ingolstadt, Regensburg und Landshut bereit, um die nötige wissenschaftliche Expertise der Industrie vor Ort anzubieten. Durch die zusätzliche Erzeugung von grünem Wasserstoff im benachbarten Elektrolyseur entsteht vor Ort ein zukunftsträchtiger Wasserstoff-Hub, in dem die Standards deutscher und europäischer Wasserstofftechnik gesetzt werden.

Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff: Schwerpunkte des Standortes in Bayern

Mit den Innovations- und Technologiezentren Wasserstoff (ITZ-H2) setzt das BMV eine zentrale Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung um. Der Standort in Pfeffenhausen, zusammen mit den bereits gestarteten Zentren in Chemnitz und Norddeutschland, wird gezielt kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups sowie die Zulieferindustrie dabei unterstützen, Wasserstofftechnologien weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Das Wasserstoff Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen legt den Fokus auf Anwendungen im Schwerlastverkehr und der Urban Air Mobility. Schwerpunkte sind hier der Einsatz von Flüssigwasserstoff, H2-Verbrennungsmotoren, Tanks und Betankungssystemen, sowie der Aufbau eines Gesamtfahrzeugprüfstandes. Das WTAZ bietet hochmoderne Entwicklungs- und Testumgebungen mit spezialisierten Wasserstofflaboren auf international höchstem Niveau an und baut zudem einen Wasserstoffverflüssiger auf, der grünen H2 aus der Region nutzen wird.

Die Mittel für die Bundesförderung des ITZ-H2 stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) und werden über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Rahmen von NextGenerationEU bereitgestellt.

Schriftgrafik mit EU-Flagge: Finanziert von der Europäischen Union. NextGenerationEU.