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Schienen und Bäume

Quelle: Fotolia / bidaya

Der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak und der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder haben in Warschau eine Vereinbarung über die Modernisierung und den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Polen und Deutschland unterzeichnet. Die Vereinbarung definiert die Ziele und Formen der Zusammenarbeit im Bereich des Schienenverkehrs als strategisches Element der deutsch-polnischen Beziehungen, um die grenzüberschreitende Mobilität, den territorialen Zusammenhalt und die regionale Sicherheit zu stärken.

 „Die Bahn spielt im europäischen Personenverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, und unsere Priorität ist es, sie umfassend zu modernisieren und auszubauen. Im vergangenen Jahr 2025 überstieg die Zahl der Bahnreisenden zwischen Polen und Deutschland 1,2 Millionen. Die Vereinbarung, die wir soeben unterzeichnet haben, wird eine tatsächliche Verbesserung der Verbindungen zwischen unseren Ländern ermöglichen“, sagte Infrastrukturminister Dariusz Klimczak.

„Die Stärke Europas liegt in der grenzüberschreitenden Mobilität. Heute legen wir das Fundament für eine zukunftsgerechte Förderung des Bahnverkehrs mit unseren polnischen Nachbarn. Wir wollen die Schiene zum Rückgrat unserer gemeinsamen Wirtschaftsregion machen und damit nicht zuletzt auch Europas Verteidigungsfähigkeit stärken“, erklärte der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder.

Das Dokument dient zugleich als Fahrplan für deutsch-polnische Maßnahmen, die darauf abzielen, die Zahl der Personen- und Güterverbindungen zu erhöhen und die Reisezeiten auf den wichtigsten Strecken zu verkürzen: Warschau–Berlin, Krakau–Breslau–Zielona Góra–Berlin, Danzig–Stettin–Berlin sowie Przemyśl–Krakau–Breslau–Leipzig. Neben der Optimierung bestehender Linien und Projekte sowie der Modernisierung und dem Ausbau der Infrastruktur auf beiden Seiten der Grenze verpflichten sich die Parteien, das Potenzial geplanter Hochgeschwindigkeitsprojekte in den Korridoren Warschau–Posen–Berlin, Warschau–Breslau–Leipzig–Frankfurt am Main sowie Warschau–Breslau–Prag–München gemeinsam zu analysieren.

„Unser Ziel ist es, das modernste internationale Hochgeschwindigkeitsnetz in der Europäischen Union zu schaffen – sowohl bei der Infrastruktur als auch beim rollenden Material. Ich freue mich, dass wir heute diesen ersten gemeinsamen Schritt gehen“, betonte Minister Klimczak.

Die Vereinbarung sieht außerdem eine enge Abstimmung der Aktivitäten innerhalb der Europäischen Union bezüglich Investitionen in die Infrastruktur des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN T) vor, einschließlich solcher mit doppeltem (zivilen und militärischen) Nutzen. Dies soll insbesondere durch die umfassende Nutzung der verfügbaren EU-Finanzierungsinstrumente erreicht werden, insbesondere der „Connecting Europe Facility“ (CEF) im zukünftigen EU-Haushalt 2028–2034.