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Gruppenbild mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

Quelle: BMV / Sebastian Woithe

Digitales Planen und Bauen kommt künftig deutschlandweit zum Einsatz: Den Startschuss gab Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder heute beim „Dialogforum Bundesfernstraßen Digital“ in Berlin. Ab sofort sollen alle relevanten Projekte im Bereich der Bundesfernstraßen nach einheitlichen digitalen Standards geplant, gebaut und betrieben werden. Bislang gab es erfolgreiche Pilotprojekte, nun wird die Methode „Building Information Modeling“ (BIM) zum Regelprozess. Hierfür braucht es ein enges Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis– und genau deshalb hatte das Bundesverkehrsministerium (BMV) zum Austausch nach Berlin geladen. Insgesamt mehr als 1000 Gäste begleiteten den bundesweiten BIM-Rollout – sowohl im Ministerium vor Ort als auch digital.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder:

Deutschland braucht zuverlässige und leistungsfähige Verkehrswege. Dafür investieren wir umfangreich und schaffen mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz die Voraussetzungen, um Planungen deutlich zu beschleunigen. Wir vereinfachen Verfahren, reduzieren Bürokratie und machen die Digitalisierung zum Standard. Eine Schlüsselrolle spielt BIM: Damit schaffen wir die Grundlage für effizientere Planungs- und Bauprozesse, mehr Kostenkontrolle und eine deutlich bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Deutschland wird BIM-Land! Dafür brauchen wir das Zusammenspiel aller Beteiligten, das wir mit dem Dialogforum unterstützen wollen. Jetzt kommt es darauf an, BIM konsequent anzuwenden – bei großen wie bei kleinen Projekten.

BIM wird zum Standard – für Planung, Bau und Betrieb

Mit der Einführung von BIM als Regelprozess setzt das BMV einen zentralen Baustein der Digitalisierungsstrategie im Infrastrukturbereich um. Ziel ist es,

  • Planungs- und Bauzeiten zu verkürzen,
  • Kosten und Risiken frühzeitig zu erkennen,
  • die Qualität der Bauwerke zu erhöhen,
  • und den Betrieb sowie die Erhaltung der Infrastruktur effizienter zu gestalten.

Ein wichtiger Impuls hierfür kommt aus dem Infrastruktur‑Zukunftsgesetz, das digitale Methoden wie BIM stärkt und verbindlicher macht. Es schafft die rechtlichen Voraussetzungen, um Planungsprozesse zu beschleunigen, Genehmigungsverfahren zu modernisieren und digitale Standards dauerhaft im Infrastrukturbereich zu verankern.

Dialogforum als Plattform für Austausch und Praxisnähe

Das Dialogforum diente als zentrale Austauschplattform, um Erfahrungen, Anforderungen und Herausforderungen aus der Praxis sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt standen heute unter anderem:

  • die Standardisierung von Daten- und Prozessmodellen,
  • die Integration von BIM in bestehende Verwaltungsstrukturen,
  • Qualifizierungs- und Schulungsbedarfe,
  • sowie die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, DEGES und der Autobahn GmbH des Bundes.

Weitere Informationen gibt es online unter www.bundesfernstrassen-digital.de.