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Drei Personen sitzen nebeneinander im Saal der Maritime Konferenz 2026; rechts Patrick Schnieder, in der Mitte Katherina Reiche und links Friedrich Merz.

Quelle: BMV

Bundeskanzler Friedrich Merz hat heute als Schirmherr gemeinsam mit Bundesministerin Katherina Reiche die 14. Nationale Maritime Konferenz in Emden eröffnet. Zum Spitzentreffen der maritimen  Wirtschaft in Deutschland werden rund 800 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik und Verbänden erwartet. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, die Stärkung der maritimen Sicherheit sowie gezielte Investitionen in  Zukunftstechnologien „Made in Germany“. Anlässlich der Konferenz hat die Bundesregierung einen Aktionsplan veröffentlicht, der einen Überblick über die zentralen Maßnahmen zur Stärkung der maritimen Branche gibt.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr:

Derzeit erleben wir mit Blick auf die Straße von  Hormus in aller Deutlichkeit, wie verletzlich die maritime Wirtschaft ist. Gemeinsam mit unseren europäischen und internationalen Partnern setzen wir uns für eine freie und sichere Schifffahrt ein. Gleichzeitig treten wir für faire, transparente und einheitliche Wettbewerbsbedingungen ein.

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie:

Die maritime Wirtschaft ist zentral  für unseren Industriestandort, für unseren Export und für unsere Sicherheit. Ohne stabile Lieferketten und sichere Seewege funktioniert unsere Wirtschaft nicht. Deshalb brauchen wir eine starke maritime  Infrastruktur und modernste Technologien. Die Nationale Maritime Konferenz bringt die richtigen  Akteure zusammen, um genau daran zu arbeiten. Unser Ziel ist klar: wettbewerbsfähig bleiben, Innovation voranbringen und Deutschlands Rolle als maritime Nation sichern.

Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen:

Die Nationale Maritime Konferenz 2026 zeigt sehr  deutlich, welche Bedeutung unsere Küste für viele, ganz zentrale Zukunftsfragen hat. Eine gute  Entwicklung unserer maritimen Wirtschaft, unsere Häfen und unserer Verkehrsinfrastruktur sind  entscheidend nicht nur für den Handel, sondern immer mehr auch für eine unabhängige und sichere  Energieversorgung und genauso unsere Verteidigungsfähigkeit. Das sind alles Fragen von nationalem  Interesse. Niedersachsen übernimmt als Küstenland mit starken Häfen, leistungsfähigem Schiffbau und wachsender Offshore Industrie Verantwortung für die nationale maritime Strategie. Gemeinsam mit dem Bund stärken wir industrielle Wertschöpfung, verteidigungsrelevante Fähigkeiten und resiliente  Infrastrukturen.

Tim Kruithoff, Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt Emden:

Dass die Nationale Maritime  Konferenz in diesem Jahr in Emden stattfindet, ist für uns eine große Ehre und ein starkes Signal für die  Bedeutung der Seehäfen und unserer Küstenregion. Hier zeigt sich ganz konkret, was maritime Stärke  ausmacht: leistungsfähige Häfen, engagierte Menschen und der Wille, den Wandel anzugehen und aktiv  zu gestalten. Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit und die Transformation der maritimen Wirtschaft  sichern wollen, brauchen wir jetzt klare Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Emden  steht bereit, seinen Beitrag für das Hafenhinterland zu leisten.

Dr. Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus:

Die  Nationale Maritime Konferenz macht deutlich, wie wichtig die maritime Wirtschaft für die Souveränität,  Sicherheit und Resilienz Deutschlands ist. Mit der Ausweitung der maritimen Forschungsprogramme und der Aufnahme des Schiffbaus in das Großbürgschaftsprogramm des Bundes schaffen wie die Grundlage  dafür, dass in den nächsten Jahren über 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der maritimen Industrie  entstehen können.

Die Nationale Maritime Konferenz findet seit dem Jahr 2000 im zweijährigen Turnus statt. Sie wurde  erstmals in Emden ausgerichtet und hat sich seitdem als zentraler Impulsgeber sowie als Plattform  für den konstruktiven Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften zu  den Herausforderungen und Chancen der maritimen Branche in Deutschland etabliert. 

Das Programm zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz ist hier abrufbar.