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Die Erdbeobachtungsplattform „CODE-DE Lab“ ist gestartet. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und das Bundesministerium für Verkehr (BMV) ermöglichen damit einen einheitlichen und kostenfreien Zugang für Behörden, Wissenschaft und Unternehmen zu den Daten von Copernicus, den nationalen Erdbeobachtungsmissionen sowie kommerziellen Daten.

Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder:

Unsere Behörden nutzen die Copernicus-Dienste – also den Atmosphären-, den Klima- und Meeresdienst – als wichtiges Werkzeug für eine resiliente Infrastruktur. Die Plattform CODE-DE-Lab erleichtert nun den Zugang zu Copernicus-Daten und stärkt so die Nutzung in Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. Mit CODE-DE-Lab führen wir die Erfolgsgeschichte von CODE-DE fort und bieten eine nutzerfreundliche und zukunftsorientierte Lösung. So fördern wir die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis und verbessern die Reaktionsfähigkeit auf Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Katastrophen und Sicherheit.

Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär:

Unser europäisches Copernicus-Programm ist der Goldstandard der Erdbeobachtung. Flankiert und ergänzt wird es durch nationale Erdbeobachtungsmissionen und die Daten kommerzieller Satellitenbetreiber. Mit der Plattform CODE-DE Lab machen wir all diese Daten aus dem All an einem Ort kostenfrei zugänglich und ermöglichen dort auch deren cloudbasierte Verarbeitung. Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung können darauf aufbauend neue Anwendungen und Produkte entwickeln. Mit CODE-DE Lab machen wir unsere Augen im All für alle leichter zugänglich. Unser Erfolg als Raumfahrtnation schafft so Mehrwert für Bevölkerung und Wirtschaft auch in anderen Bereichen.

Hintergrund

CODE-DE Lab wird ressortgemeinsam vom BMFTR und vom BMV mit rund 16 Millionen Euro finanziert und von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR umgesetzt. Es setzt auf die Erfolgsgeschichte der Vorgängerprojekte CODE-DE (BMV) und EO-Lab (BMFTR) auf und bietet seit heute der Nutzergemeinschaft einen einheitlichen Plattform-Zugang sowie die Möglichkeit Daten sicher und direkt in der bereitgestellten Cloud u.a. kombiniert mit KI-Methoden zu verarbeiten.

So wurden im wissenschaftlichen Bereich speziell in der Kombination von KI-Methoden und Erdbeobachtungsdaten von Satelliten bereits große Erfolge erzielt, zum Beispiel in der Entwicklung neuer KI-basierter Ansätze zur Erfassung von Waldschäden, oder zur Identifikation von speziellen Schutzgebieten.

Im Bereich der behördlichen Nutzung wurden bereits Copernicus-Daten erfolgreich für Monitoringaufgaben wie das Flächenmonitoring eingesetzt.

Nachfolgend der Link zur nationalen Plattform: https://code-de.org/de/