Das Bundesministerium für Verkehr hat heute der Präsidentin des Deutschen Bundestags die Ergebnisse der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der DB AG sowie den Bericht des Bundesministeriums für Verkehr und des Eisenbahnbundesamts zum Projekt Ausbau- und Neubaustrecke München – Rosenheim – Kiefersfelden – Grenze DE-AT (Brenner-Nordzulauf) zugesandt.
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr:
Wir haben nun die Planungsunterlagen für den Brenner-Nordzulauf an den Deutschen Bundestag übergeben. Damit beginnt die parlamentarische Befassung wie vom Bundesministerium für Verkehr angekündigt im Sommer 2026. Gemeinsam mit unseren Nachbarn in Österreich und Italien möchten wir eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur schaffen. Der Brennerbasistunnel bildet bereits einen bedeutenden Wert. Nun ist es unser Ziel, Europa noch ein Stück enger zusammenzubinden und einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität zu leisten. Wir wollen Möglichkeiten schaffen, mehr Transporte von der Straße auf die Schiene im Alpentransit zu verlagern.
Die DB InfraGO AG hat die Vorplanung abgeschlossen und eine Vorzugstrasse entwickelt. Das Bundeministerium für Verkehr dankt dem Projektteam der InfraGO AG für die geleisteten Arbeiten. Es hat auf der Basis der Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans in einem hochanspruchsvollen Umfeld in einer dichtbesiedelten Region unter intensiver Beteiligung der Bevölkerung vor Ort die nun vorgelegte Trasse herausgearbeitet.
Es liegt nunmehr an den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, über den weiteren Fortgang des Projekts sowie über die künftige Ausgestaltung des Zulaufs zum Alpentransit zu entscheiden.
Oberstes Ziel des Bundesministeriums für Verkehr ist es, auch auf dem deutschen Teil des Brenner-Korridors eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur zu errichten, damit idealerweise sämtliche verlagerbaren Verkehre auf dieser gesamteuropäischen Achse auch tatsächlich von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.