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Bundesminister Patrick Schnieder

Quelle: BMV/Sebastian Woithe

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat am 16. Juli 2026 die neue "Richtlinie über Zuwendungen für eine grüne Binnenschifffahrt" im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit dem neuen Förderprogramm unterstützt das BMV den Einsatz emissionsfreier und sauberer Antriebs- und Energiesysteme in der Binnenschifffahrt und stärkt die Verlagerung von Güter- und Personenverkehren auf die Wasserstraße.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder:

Wir wollen mehr Verkehre auf die Wasserstraße verlagern und dabei konsequent auf klimafreundliche Technologien setzen. Deshalb fördern wir sowohl grüne Güterverkehrskorridore als auch innovative Mobilitätsangebote auf dem Wasser. So senken wir Emissionen, entlasten die Straße und stärken zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt.

Das Förderprogramm hat zwei Förderschwerpunkte:

1. Aufbau grüner Binnenschifffahrtskorridore:
Gefördert werden Güterverkehrsverbindungen, auf denen emissionsfreie oder emissionsarme Binnenschiffe verkehren. Unterstützt werden sowohl die Aus- und Umrüstung von Schiffen als auch der Aufbau der erforderlichen Lade- und Tankinfrastruktur.

2. Regionale Verkehrsverlagerung auf die Wasserstraße:
Die Förderung richtet sich an Projekte, die öffentlichen Personennahverkehr und urbane Wirtschaftsverkehre auf emissionsfreie Binnenschiffe verlagern. Im Fokus stehen insbesondere Ballungsräume und Hafenregionen.

Zuwendungsfähig sind Investitionen in emissionsfreie und saubere Antriebssysteme sowie in Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Energieträger und Kraftstoffe wie Strom, Wasserstoff, Ammoniak und Methanol. Die Förderung erfolgt als Zuschuss mit Förderquoten von bis zu 95 Prozent.

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt im Rahmen wettbewerblicher Förderaufrufe. Der erste Förderaufruf wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. Anträge können von Unternehmen, Kommunen sowie weiteren wirtschaftlich tätigen Akteuren mit Sitz in Deutschland gestellt werden. Zuständig für die Bewilligung der Fördermittel ist die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV). Ein erster begleitender Online-Workshop ist für den 13. August 2026 geplant. Die interessierten Akteure werden rechtzeitig über die Anmeldemodalitäten und den Start des ersten Förderaufrufs informiert

Mit dem neuen Förderprogramm leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele und zur Umsetzung europäischer Vorgaben für den Ausbau von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe.

Die Förderrichtlinie ist Teil eines Förderportfolios, das aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert wird - dem zentralen Finanzierungsinstrument des Bundes für Investitionen in Klimaschutz, Energiewende und die nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Sie wird aus dem Titel "Klimafreundliche Schifffahrt und Häfen" finanziert, für den in den Jahren 2026 bis 2029 zunächst 400 Millionen Euro zur Verfügung stehen.