Moderne Technik macht die Schifffahrt leistungsfähiger, effizienter und emissionsärmer. Ein Beispiel dafür ist die „PATRICIA“ der Reederei SAL Heavy Lift. Das Schwergutschiff wurde heute in Rostock getauft und ist bereits seit Juni 2026 im Einsatz. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat den Einbau des innovativen Antriebssystems mit rund 3,2 Millionen Euro gefördert.
Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr:
Die ‚PATRICIA‘ zeigt, was gezielte Förderung bewirken kann: Wir bringen moderne und emissionsärmere Antriebstechnik in die Schifffahrt und machen damit Innovation konkret. Zugleich leistet das Schiff einen wichtigen Beitrag für den Ausbau der Offshore-Windenergie, indem es die dafür benötigten Komponenten transportiert. Besonders freut mich, dass auch die maritime Industrie in Deutschland davon profitiert: Die beiden Schwerlastkrane an Bord kommen von Liebherr aus Rostock. So verbinden wir Innovation mit Investitionen und stärken zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung an unserem maritimen Industriestandort.
Die „PATRICIA“ ist das dritte von insgesamt fünf Schiffen der Orca-Klasse und auf den Transport besonders schwerer und großer Güter spezialisiert. Zum Einsatz kommt das Schiff unter anderem für die Logistik der Offshore-Windindustrie und den Transport von Komponenten für Windenergieanlagen.
An Bord befinden sich zwei vollelektrische Schwerlastkrane mit jeweils 800 Tonnen Hubkraft. Entwickelt und gefertigt wurden sie von der Liebherr-Rostock GmbH. Damit kommt modernste Krantechnik aus Rostock auf einem Schiff zum Einsatz, das weltweit unterwegs ist.
Für einen effizienten und emissionsärmeren Betrieb verfügt die „PATRICIA“ über ein hybrides, methanolfähiges Dual-Fuel-Antriebssystem mit Batteriespeicher. Ein Landstromanschluss ermöglicht zudem den emissionsfreien Betrieb des Schiffes im Hafen.
Die Förderung des BMV erfolgte im Rahmen der Richtlinie zur nachhaltigen Modernisierung von Küstenschiffen (NaMKü). Insgesamt unterstützt das BMV über das Programm 51 Vorhaben mit einem Fördervolumen von 53,6 Millionen Euro. Zusammengenommen haben die geförderten Projekte das Potenzial, jährlich rund 100.000 Tonnen CO₂ einzusparen.
Mit der NaMKü-Förderung unterstützt das BMV die Modernisierung der Schifffahrt und den Einsatz innovativer Technologien. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen maritimen Wirtschaft zu stärken und gute Rahmenbedingungen für Investitionen in moderne Schiffe und Antriebstechnologien zu schaffen.