Quelle: Deutsche Flugsicherung / Holger Matthies
Drohnen im Umfeld von Flughäfen können den Luftverkehr innerhalb kürzester Zeit beeinträchtigen. Deshalb baut das Bundesministerium für Verkehr (BMV) die Drohnendetektion an deutschen Verkehrsflughäfen konsequent aus. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat sich heute gemeinsam mit Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi am Flughafen Stuttgart über das neue System der Deutschen Flugsicherung (DFS) informiert, das dort in Betrieb genommen wird.
Mit Stuttgart und Hamburg kommen am Montag zwei weitere Standorte hinzu. Damit sind ab Montag sieben der acht großen deutschen Verkehrsflughäfen mit einer neuen Detektionslösung im An- und Abflugbereich ausgestattet. Im Laufe dieser Woche wird auch Leipzig/Halle hinzukommen. Damit ist die erste Ausbaustufe an allen acht großen deutschen Verkehrsflughäfen vollständig umgesetzt.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger:
Wenn eine Drohne in der Nähe eines Flughafens auftaucht, müssen wir das frühzeitig wissen. Deshalb bauen wir die Drohnendetektion an unseren Flughäfen konsequent aus. Mit Stuttgart und Hamburg kommen heute zwei weitere Standorte hinzu, Leipzig/Halle folgt noch in dieser Woche. Damit sind dann alle acht großen deutschen Verkehrsflughäfen mit moderner Drohnendetektion im An- und Abflugbereich ausgestattet. Das schafft eine wichtige technische Grundlage, um mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und die zuständigen Stellen schnell zu informieren
Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi:
Mit der heutigen Inbetriebnahme des Drohnen-Detektionssystems am Flughafen Stuttgart löst die Bundesregierung ein zentrales Versprechen ein: Es wird nicht nur über die Gefahren unbemannter Luftfahrzeuge gesprochen, sondern es folgen ganz konkrete Taten. Der Schutz der kritischen Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere am Flughafen Stuttgart erfordern eine kontinuierliche Anpassung an eine veränderte Sicherheitslage. Mit der neuen Detektionstechnik hier in Stuttgart bekommen wir die Augen, die wir im entscheidenden Moment brauchen. Die DFS kann unautorisierte Flugobjekte frühzeitig erkennen, die Lage schneller bewerten und den Betrieb gezielter schützen. Somit ist eine unmittelbare Reaktion auf Drohnensichtungen möglich, ohne den Flugverkehr unverhältnismäßig zu beeinträchtigen.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kann mit dem neuen System Drohnen im relevanten Luftraum frühzeitig erkennen und die zuständigen Stellen über mögliche Gefährdungen für den Luftverkehr informieren. So können Informationen schneller zusammengeführt und mögliche Gefährdungslagen frühzeitig bewertet werden. Die Detektion im An- und Abflugbereich übernimmt dabei die Deutsche Flugsicherung. Für die Gefahrenabwehr und die aktive Abwehr von Drohnen sind weiterhin die zuständigen Sicherheitsbehörden verantwortlich, insbesondere die Bundespolizei. Beide Bereiche werden technisch und organisatorisch eng miteinander verzahnt. Das BMV arbeitet dabei eng mit dem Bundesministerium des Innern, der Deutschen Flugsicherung, der Bundespolizei und den Flughäfen zusammen. Ziel ist ein abgestimmtes Lagebild, in dem relevante Informationen schnell zusammengeführt und an die jeweils zuständigen Stellen weitergegeben werden können.
Mit der Inbetriebnahme der Systeme an Stuttgart und Hamburg wird die erste Ausbaustufe an den acht großen deutschen Verkehrsflughäfen in dieser Woche vollständig umgesetzt. Der nächste Schritt ist der Ausbau der Drohnendetektion an den übrigen von der Deutschen Flugsicherung betreuten Verkehrsflughäfen. Die dauerhaften Detektionssysteme sollen dort schrittweise bis Ende Januar 2027 in Betrieb genommen werden.