Alle Pressemitteilungen Alle Pressemitteilungen
Ulrich Lange und Dr. Philipp Nagl bei der Vorstellung des Infraplans

Quelle: BMV / Sebastian Woithe

Das Bundesministerium für Verkehr stellt heute den Infraplan 2026 vor. Er führt erstmals die wesentlichen Maßnahmen zur Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur in einer Gesamtsicht zusammen und zeigt für die Jahre 2026 bis 2030, welche Maßnahmen im Schienennetz vorgesehen sind.

Der Infraplan ist Teil des neuen Infrastruktur-Gesamtkonzepts des Bundes. Künftig sollen Leitstrategie, Zielnetz 2035 und Infraplan ineinandergreifen: von den langfristigen verkehrspolitischen Zielen über die Prioritäten für das Netz bis zur konkreten Umsetzung in den kommenden fünf Jahren.

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr:

Ich fahre selbst viel Bahn und weiß: Für die Menschen zählt am Ende, ob die Bahn verlässlich fährt. Genau daran muss sich auch unsere Infrastrukturpolitik messen lassen. Mit dem Infraplan schauen wir deshalb nicht mehr nur auf einzelne Schienenprojekte und -programme, sondern auf das gesamte Netz. Der Bund gibt Ziele und Prioritäten vor, die DB InfraGO setzt um und wir machen transparent, dass wir vorankommen. Die Probleme im Netz sind über viele Jahre entstanden. Einfach den Schalter umlegen geht nicht. Aber wir können künftig über den ganzheitlichen Blick von Zielnetz und Infraplan die richtigen Prioritäten setzen und dafür sorgen, dass Verbesserungen am Ende bei Fahrgästen und Unternehmen ankommen.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG:

Der Infraplan des Bundes ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verlässlicheren und leistungsfähigeren Schieneninfrastruktur in Deutschland. Er schafft einen gemeinsamen Rahmen, in dem Ziele, Maßnahmen und Wirkungen transparent zusammengeführt werden. Für uns als DB InfraGO ist das von großer Bedeutung, weil klare Prioritäten die Grundlage für eine wirksame Planung und Umsetzung schaffen. Mit dem Infraplan können wir die richtigen Maßnahmen für Bestandsnetz, Modernisierung und Ausbau gezielt vorantreiben. Das bringt ein Plus an Stabilität und Qualität, und das spüren am Ende auch die Kundinnen und Kunden.

Der Infraplan 2026 umfasst Maßnahmen aus Neu- und Ausbau, Elektrifizierung, Korridorsanierungen, Lärmsanierung, Bahnhöfen sowie Kleine und Mittlere Maßnahmen. Hinzu kommen Maßnahmen des aktuellen GVFG-Bundesprogramms und des Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG). Damit löst sich der Bund stärker von der bisherigen Betrachtung einzelner Programme und richtet den Blick auf die Entwicklung des Gesamtnetzes.

Der Infraplan soll künftig jährlich fortgeschrieben werden. Er wird schrittweise weiterentwickelt, um Verbindlichkeit und Planungssicherheit stetig zu erhöhen. Hierfür soll noch in dieser Legislaturperiode die gesetzliche Verankerung des Infrastruktur-Gesamtkonzepts realisiert und die Verknüpfung mit einem Eisenbahninfrastrukturfonds in die Wege geleitet werden.

Zudem arbeitet das BMV mit dem Infraplan daran, Infrastrukturplanung, Haushaltsplanung des Bundes und Unternehmensplanung der DB InfraGO AG enger als bisher miteinander zu verzahnen.