Quelle: BMV
Vertreterinnen und Vertreter der Schifffahrt, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden sowie der zuständigen Bundes- und Landesbehörden nahmen heute an der Fachkonferenz klimafreundliche Schifffahrt auf Einladung des Bundesverkehrsministeriums teil. Mittelpunkt der Veranstaltung war der Auftakt zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans klimafreundliche Schifffahrt (NAPS), den das Bundeskabinett im Oktober beschlossen hatte.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger:
Deutschland ist auf eine leistungsfähige See- und Binnenschifffahrt angewiesen. Sie sichert Wettbewerbsfähigkeit, Versorgung und Beschäftigung in unserem Land. Wer die klimafreundliche Schifffahrt stärkt, stärkt zugleich unseren Wirtschaftsstandort. Deshalb schafft der Bund verlässliche Rahmenbedingungen und sorgt für gezielte Investitionen. Mit dem Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt legen wir dafür die Grundlage. Insgesamt stellen wir 400 Millionen Euro bereit, um die Transformation hin zu einer klimafreundlichen See- und Binnenschifffahrt voranzubringen. Neben dem bestehenden Förderprogramm für grüne Binnenschifffahrtskorridore werden wir in Kürze auch das neue Förderprogramm für grüne Seeschifffahrtskorridore starten. Damit unterstützen wir die Umrüstung von Küstenschiffen und den Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Kraftstoffe in Seehäfen.
Die Fachkonferenz war der Startschuss zur Umsetzung der 47 Maßnahmen des Aktionsplans. Für die Dekarbonisierung der Schifffahrt stehen Fördermittel in Höhe von 400 Millionen Euro aus dem Titel „Klimafreundliche Schifffahrt und Häfen“ im Klima- und Transformationsfonds bereit.
Im Fokus der Veranstaltung standen Umsetzungskonzepte für Maßnahmen des Aktionsplans, die unter Mitwirkung der relevanten Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung realisiert werden sollen. Deutlich wurde, dass die klimafreundliche Transformation der Schifffahrt als schwer zu dekarbonisierender Sektor nur in enger Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gelingen kann.
Als wesentliche Treiber wurden hierfür die zunehmende Nutzung alternativer Antriebe und Energiesysteme, die verbesserte Versorgung mit kohlenstoffarmen und nachhaltigen erneuerbaren Energieträgern sowie energieeffiziente Schiffsneubauten und Nachrüstungen identifiziert. Dafür benötigt die Branche verlässliche Planungs- und Investitionssicherheit. Entscheidende Voraussetzungen sind u. a. harmonisierte Vorschriften und Standards sowie unbürokratische Zulassungs- und Genehmigungsverfahren.
Die Ergebnisse der Fachkonferenz fließen in die Maßnahmen des Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt ein. Die Einbindung von Expertinnen und Experten aus der Branche soll dazu beitragen, die identifizierten Handlungsfelder zügig in konkrete Projekte zu überführen.